unterwegs auf dem Denali Highway

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unterwegs auf dem Denali Highway

Samstag, 15. Juni 2019

Tag 16 => Ankunft / Fazit / Tipps zum "Nachmachen oder sein lassen" / Ende des Blogs Alaska 2019

Tag 16
Freitag, den 14.06.2019


Nun bin ich also wieder zu Hause. Ich möchte solange die Gedanken noch "frisch" sind ein Fazit ziehen und euch ein paar Tipps zum "nachmachen oder sein lassen" mit an die Hand geben. Eigentlich sollten es zwei verschiedene Blogeinträge werden, da aber Bereiche ineinander verzahnt sind bzw. auch in der Argumentation "verschwimmen" ....nun das Ganze in einem (...dem letzten Post dieser Reise)

Hmm...wo fange ich an ?


Die Reise war mit gut 4.500 km und 16 Tagen incl Abfahrt/Ankunft sehr straff geplant. Durch die Unsicherheiten bezüglich Motorradübergabe (wnn/wie/wo/wie lange dauert das/etc) und dadurch bedingte Planung von zusätzlicher Reservezeit am Anfang der Reise in Anchorage blieben nur 10 reine Fahrtage an denen im Prinzip gut 450 Kilometer am Tag zurückgelegt (durchschnittlich) werden mussten. An einem Fahrtag hatten wir sogar mal 650 km, dafür an anderen "nur" 350 km. Die Reise war von Anfang an auf "fahren" ausgelegt.
Warum erzähle ich das ? Nun, man muss das (wenn ihr mit Partner unterwegs sein...der muss das auch mögen...sonst ist Streiss/Ehekrach vorprogrammiert :.-) mögen !
Wenn ihr nicht auf "fahren" und den ganzen Tag auf dem Motorrad/ im Auto bzw. Wohnmobil steht...dann lasst es lieber sein. Wir haben die verschieden Eindrücke während der Fahrten sehr genossen obwohl es im Prinzip wenige Highlights im klassischen Sinne zu "besichtigen" gibt. Die Tour lebt von Natur-Eindrücken die sich am Tage/an den verschieden Tagen abwechseln.


war die Zeit für die Tour zu kurz bemessen ?

Wir sagen nein, wenn ihr aber z.B. 3-5 Tage mehr spendiert, hättet ihr natürlich mehr Möglichkeiten "des Verweilens" (z.B auf tollen Campingplätzen unterwegs in grandioser Natur) unterwegs. In diesem Zusammenhang: wir haben mehrere Motorradfahrer vor Ort getroffen die sich bis zu einem Jahr Zeit für eine Motorradtour dieser Art nehmen. Ein Pärchen (aus Frankreich) wollte sogar mehrere Jahre unterwegs sein. Olli und ich sind uns einig, das ist nichts für uns. Gern immer so 2-3 Wochen Tour.....auch wenn wir unbegrenzt Zeit hätten...würden wir das auch so machen. Gern Pause von mehreren Wochen oder Monaten zwischen den Abschnitten zuhause, dann wieder 2-3 Wochen, etc. Wir denken das nach 2-3 Wochen einfach der Input an Neuigkeiten so hoch ist das jeder tolle Canyon, See etc dann halt "nur noch" ein Canyoon oder See...ohne besonderen Wert ist. Mit einer gewissen "Abstinenz" zwischen den Touren ist der "Erlebnis-Wert" (so denken wir aktuell) höher.


Nun die Tipps zum "Nachmachen oder sein lassen" in nicht geordneter Reihenfolge:

Die Tour so wie wir sie gemacht haben geht nur mit eigenen Fahrzeugen, da "one way Touren" (zwischen Kanada und Alaska) bzw.  (USA Kernland nach Alaska oder umgekehrt) nicht möglich sind. Ausnahme bilden Wohnmobilüberführungen am Ende oder Anfang der Saison (Am Anfang hoch nach Alaska von Seattle) Am Ende der Saison runter nach Seattle.(habe ich aber nicht näher betrachtet)

Ein eigenes Fahrzeug kaufen/versichern/registrieren ist grundsätzlich aus Ausländer in den USA (Kanada habe ich gelesen geht auch ..habe ich aber nicht weiter recherchiert) möglich, setzt aber seeeeehr akribische Infosammlung/Planung (siehe Anfang dieses Blogs) voraus. Das gilt auch für Autos und Wohnmobile...Alles ist möglich :-)

Wenn ihr lieber ein Fahrzeug mieten wollt:

Motorräder könnt ihr in Anchorage/Alaska mieten (Autos natürlich auch). rechnet bei einem Motorrad mit ca. 1.000 Euro pro Woche "all in" (ohne Selbstbeteiligung, etc). Achtung: bei Anmietungen in Alaska werden die intersannten Strecken seitens des US-Vermieters (Kanadadische Vermieter sind das "softer"..siehe weiter unten) aus Haftungsgründen ausgeschlossen (Schotterstrecken) das war z.B. einer der Hauptgründe dafür das wir uns für "eigenes Material" entschieden haben.


Nun der "Top-Tipp": wenn ihr eine ähnlicher Tour nachfahren wollt (z.B. im Wohnmobil). Fliegt nach Whitehorse in Kanada (Hauptstadt des Yukon) und mietet euer Wohnmobil/Auto dort, da die Kanadier die Schotterstrecken NICHT ausschliessen (mehrfach in Reiseführern so gelesen). Des weiteren seit ihr dann schon mitten drin da wo die Wildnis ist, dort beginnen auch mehrere sehr interessante mehrere hundert Kilometer lange Schotterstrecken (die übrigens Autobahnähnlich sind und locker mit Wohnmobilen befahren werden können). Ihr spart euch so (wenn IHR NICHT in Vancouver anmietet) ca. 2.000 km (nur one way gerechnet...ihr müsst ja sonst auch wieder zurück nach Vancouver zur Abgabe) weniger interessante Strecke nach Vancouver runter und "zwei gesamt Woche" reichen dann locker für den Urlaub. In das südliche Alaska könnt ihr so auch noch fahren. Anchorage als solches ist als Stadt eh nichts besonderes. In Whitehorse bekommt ihr natürlich auch Mietwagen (Motorräder allerdings glaube ich nicht)


So nun das persönliche Fazit von Olli und Frank
(das Fazit ist mit Olli ist das so abgesprochen, wir haben da die gleiche Meinung..bis auf die Meinung zu Vancouver :-):


Die Tour war knackig vom Ablauf aber ungemein beeindruckend. Der Denali Park war groß und beindruckend, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, hätte evtl noch die Bustour in den für PKW gesperrten bereich des Parks drin gelegen...das zelten in dem Park werde ich bestinnt nicht so schnell vergessen...wir hatten einen riesen Platz mitten in der Natur. Leider war das die einzige Nacht im Zelt auf einem Campingplatz, aber wir mussten uns eingestehen das wir aus einem Motel morgens einfach schneller wegkommen..und Zeit war ein wichtiger Planungsfaktor auf dieser Tour. Die besten Tourabschnitte bezüglich "Eindrücke" waren vom Denali Park/Alaska ("Denali Highway" plus "Top over the word Highway") bis grob Watson Lake/Kanads (Yukon). Sehr eng besiedlt, tolle Natureindrücke...hier liefen uns an einem Tag 11 Bären über den Weg auf nicht mal 300 km Tourstrecke. Dawson City (nicht verwechseln mit Dawson Creek) ist nett restauriert um die Goldgräberzeit den Touristen "rübr zu bringen". Der Saloon von "Diamond Gertie" ist einen Besuch wert, erwartet aber keine "Mega-Bar". Die "Tanzmäuse" bringen ein wenig Stimmung in den Laden. Fahrt unbedingt in Richtug Goldfelder, die Besichtigung der "Gold Dredge Nr. 4" war unser Highliht in Dawson City (mit ca. 15 Euro für eine einstündige Tour aber nicht ganz billig. Die heisse Quelle (und wenn ich "heiss" sage dann meine ich auch "heiss") auf dem Campingplatz "Liard Hot Springs" war der Hammer, leider hatten wir keine Zeit eine Nacht auf dem Platz zu bleiben. Da müsst ihr mal hin (aber der Platz muss in der Saison mehrere Monate im Voraus reserviert werden..ist sehr beliebt...wir hatten eine Reservierung..aber wie wie gesagt....die Realität sagte "weiterfahren"). Der Schilderpark ("sign post forest") in Watson Lake ist interessant aber nicht unbedingt "must so see"-...es sei denn ihr bringt ein Schild mit :-)

Dann kommen ca. 2.000 km Strecke in Richtung Vancouver die ihr euch im Prinzip schenken könnt. Es sein denn ihr wollt unbedingt "Meile Null" des Alaska Highways sehen/fotografieren" 300 km vor Vancouver wird es dann wieder spaktakulär....mit Canyon, etc. ein wenig wie Österreich..schön zu fahren.

Ich persönlich fand Vancouver sehr toll.(Olli fand es eher mittelmässig..aber der steht auch nicht auf Parkanlagen :-) Eine Stadt mit hohem Erholungswert für einheimische und Touristen. Wenn ihr Grünalagen mögt, dann ist der "Stanley park" ein Muss. Ich hatte mir ein Fahrrad geleihen, es gibt dort viele Fahrradfahrer (überhaupt nicht mit einer US Stadt zu vergleichen) und jede Menge Fahrrad-Verleiher. Die Stadt macht einen sauberen Eindruck, hat einen maritimem Charakter (Yachthafen/ Kreuzfahrtterminal mitten in der Stadt) und scheint sehr sicher (auch nach Auskunft von Einheimischen, Taxifahrern, etc) Müsste ich mir in Nordamerika eine Stadt aussuchen in der ich leben muss/möchte (von den Städten die ich aktuell dort kenne) dann wäre es aktuell Vancouver. Nicht Wahnsinns spektakulär we z.b. new York ...aber auch nicht so "abgeranzt". Ich glaube das die Lebensqualität dort in Vancouver sehr hoch ist...und Waffen sind in Kanada auch verboten.

Zur Saison bzw zum Wetter: Ich würde sagen, alles richtig gemacht. Wir waren so grob zwei Wochen vor Start der eingentlichen Saison (die Saison startet so Mitte Juni) unterwegs. Alle Tourispots waren noch gut zugänglich, keine größeren Staus oder Wartezeiten. Wetter im Nordenimmer grob um 15 Grad, morgens aber frischer, mittags auch mal 18 Grad. Vancouver hatte gut 30 Grad. Wir hatten nur an einem Fahrtag mal für 3 Stunden fetten Dauerregen, ansonsten gab es mal ne Wolke aus der es mal 5-10 min geregnet hat, aber im groben war es ziemlich trocken. Juni ist der trockenste Monat in Alaska bzw im Yukon. War wichtig auf den Schotterstrecken, ich denke wenn die naß sind werden die evtl ganz schön "seifig". Noch ein Wort zu den Mücken da oben...die sollen ja groß wie Kanarienvögel sein mit Rüsseln so dick wie Maccaroni :-) Fehlanzeige: Anfang Juni ..NOCH NICHTS ! (Im Juli/August soll das wohl deutlich anders sein) Wir hatten im Süden Kanadas mal einen Ort, da waren abends "normal große Exemplare" im Zimmer. ich glaube ich hatte auf der Tour zwei Mückenstiche.

Zu den Unterkünften: plant alles so weit voraus wie möglich !
Die Hotels/Motels habe ich (zumindestens der ersten Woche der Reise bzw. das Hotel in Vancouver) über booking.com ein Jahr im Voraus gebucht. Nach wenigen Monaten stiegen die Preise auf das 2-3 fache....das gilt auch für Mietwagen ! Die Unterkünfte in den Nationalparks (Denali) müssen Monate im Voraus gebucht werden (die Buchungsmaske starte immer am 01. Dezember des Vorjahres). Ganz besonders wenn ihr die Bustour durch den Park machen wollt UND wenn ihr im Juli oder August reist.


Ein letztes Wort noch zu den Bären: wir haben so grob 15 Stück gesehen (plus Elche, Biber, ne dicke Hirschkuh, Bisons, Wale, Seelöwen, Seebären, Fischotter, etc). Ich hatte bei meinem ersten Bären ziemlich Herzklopfen...bei den anderen 14 ging es dann besser. Als Motorradfahrer hat man ja auch weniger Blech um sich herum als z.B. wenn ich im Auto/Wohnmobil sitze. Wir haben die Erfahrung gemacht das die Bären die am Straßenrand fressen es wenig kümmert wenn man so 10-15 Meter neben den anhält und Fotos macht...das kennen die wohl bereits. Näher würde ich dan auch nicht ran...und niemals den Bären denn (Flucht-) Weg in den Wald abschneiden....schön auf der Straße bleiben. Und bei Bären mit Jungen (wir haben keine Jungen gesehen) erst garnicht anhalten...das Risiko ist sehr hoch das Mama Bär euch einen Scheitel zieht wenn die Lütten evtl aus Neugiere auf euch zutraben... Noch was: vergesst Bärenspray...der Bär ist so schnell...spart euch  die 30 Dollar (wir haben unsere geschenkt bekommen, es lag dann immer seht tief in Ollis Rucksacke wenn wir vor einem Bären standen). Ausnahme: wenn ihr einsam wandert geht, dann nehmt das Spray IN DIE HAND hängt euch auch ne Glocke (Bärenglocke,gibt es zu kaufen...) an den Rucksack...damit der Bär euch hört bevor ihr über ihn stolpert weil er schlafend am Boden liegt (kein Witz, habe ich gelesen ...der Wanderer hat es knapp überlebt)

So , ich könnte jetzt vermutlich noch "Seitenweise schreiben" , aber ich möchte euch nicht langweilen. Sollte mir noch was wichtiges einfallen, gibt es -wie immer- noch ein Update.

Danke das ihr uns auf dieser Reise per Blog" begleitet habt. Gern könnt ihr noch die Kommentarfunktion für Feedback, etc nutzen. Wenn ihr weitere Berichte über meine weiteren Erlebnisse in Nord und Mittelamerika lesen wollt, dann speichert euch die Adresse hier ab, ich werde in den nächsten Jahren jeweils einmal pro Jahr weitere Abschnitte mit meiner Kawasaki KLR 650 befahren...

Tourplanung noch offen...aber eins ist sicher: ES GEHT WEITER
....in diesem Blog hier geht es zum nächsten Tourabschnitt (dann 2020 ab Anchorage)


Danke, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal verabschieden sich von dieser Tour

Frank Bordtfeld
Oliver Thews


Helmstedt bzw. Söllingen, den 15. Juni 2019

(Leider) ENDE 😪😪😪 







Olli ist aktuell in Seattle ... SEINE Kawasaki ist verkauft. Hier Ollis Bericht dazu !

Olli berichtet hir über seine Erlebnisse in Seattle bzw. über dem Motorradverkauf.....

Donnerstag, 14. Juni:  

Nach der Verabschiedung von Frank in Vancouver erschließt sich die Grenze zur USA nach etwa 40min. 8 bis 9 Lanes sind zur Abfertigung bereit. Ein paar Fragen hier und dort und man ist (wieder) im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Danach circa 1 Std 30min bis nach Everett zum Museum Future of Flight, wo man die Tickets zur Boing Werksbesichtigung erhält. Ich muss leider auf die nächste freie Tour warten, und so gehen 2 Std ins Land, die man aber vor Ort nutzen kann (Besichtigung Flugfeld, eigenen Jet konstruieren, Shop usw.) Für 25$ erhält man neben einen Werbefilm die Bustour und das 2 malige Aussteigen und besichtigen der riesigen Hallen. Auf Platz 5 der größten Produktionsstätten der Welt werden auf 2,8 Millionen Quadratmetern also so groß wie 392 Fußballfelder) u.a. die Boing 787 hergestellt. Bei der Besichtigung sieht man die Produktion der 747-8. Die Tour dauert ca. 1.45 Std und ist sehr zu empfehlen. Die Story wird natürlich ein wenig einseitig erzählt, sei es drum. Erlaubt mitzunehmen ist wirklich nichts – sogar die Wasserflasche muss abgegeben werden, Fotoapparat sowieso.

Danach habe ich für eine Strecke von 35km rund 2 Stunden bis zum Hotel gebraucht, da der Feierabendverkehr auf der Interstate 5 so dicht war. Ich dachte die Kupplung raucht mir gleich ab.

Ich beziehe mein Hostel Zimmer und lege mich kurz hin um danach noch das Mopped (Verkauf morgen) noch ein wenig zu putzen – da ist auch schon das Parkticket am Handgriff (40$). Selbst das „normale Parken“ in Seattle ist so teuer, dass man in der Innenstadt für 12-24 Stunden 46$ bezahlt. Danach gehe ich noch an den Hafen. So gegen 23 Uhr sieht man vor allen die vielen Obdachtlosen, die ihr Quartier beziehen. Ich habe übrigens meine Isomatte und Schlafsack gespendet - möge er noch einen guten Zweck erfüllen.

 

Freitag, 15. Juni :


Ich habe kaum geschlafen und bin aufgeregt, ob der angestrebte Verkauf der Maschine reibungslos funktioniert. Ich treffe bei Lake City Powersports Timothy, der sehr sympathisch ist. Kurzer Check der Maschine: Gut sauber, 75% Reifen (ja der Heidenau verträgt was), ein paar kleine Kratzer und meine Preisvorstellung. Pokern oder nicht heißt es jetzt. Meine Softbags/Satteltaschen haben leider keinen interessiert. Kurze Rücksprache mit dem Chef und mein Schmerzangebot ist erreicht. Der Spaß hat mich somit (Differenz zu kaufen und verkaufen) für unsere Tour 2300 $ ( 2.046 Euro nach aktuellem Kurs) gekostet. Aber wie sagte Timothy ? Hast Du Spaß gehabt -Ja – dann trauere nicht dem Geld hinterher. Ich hatte auch ehrlich gesagt keine Lust weitere Shops aufzusuchen, oder 20% des Verkaufspreises als Händlerabgabe/Verkaufsprovision zu berappen.(das wäre die andere Verkaufsoption gewesen...Maschine bei einem Händler abstellen und der verkauft die dann "im Auftrag" für 20% Provision..geld gibt es aber erst "wenn" verkauft)

Den Vergleich zu den anderen beiden Urlaubsmöglichkeiten bezüglich "wie fahre ich Motorrad vor Ort" hält das Stand: So sind mit einem Containerschiff ca. 2500-3000€ für das eigene Motorrad zu bezahlen und die Mietpreise sich auch bei 14 Tagen bei ca. 2000€+500€ Versicherungen bewegen. Mit den Mietmotorrädern wäre auch nur ein One-Way-Trip machbar gewesen. 

Ich verabschiede mich und nutze das erste Mal Uber. Nette Gespräche und zwei Mitfahrer unterhalten mich. Den gewonnen Nachmittag nutze ich für die Bankangelegenheiten und den Besuch des Space Needle, das Wahrzeichen Seattles. Der, wie ich finde, eines der schönsten, wenn nicht der schönste Aussichtsturmist. Der Space Needle ist ein 184 Meter hoher Aussichts- und Restaurantturm in Seattle, der zur Century 21 Exposition, der Weltausstellung 1962, errichtet wurde. Mit ihm hat man einen 360 Grad blick u.a. auch auf Mount Rainier , der höchste Berg des Bundesstaates Washington. Die Ticketpreise werden in drei Zeiten unterteilt (morgens und abend etwas günstiger – Normalpreis 39,38$ - ja nicht ganz billig. Mal abgesehen von dem phänomenalen Blick über Seattle hat man die Möglichkeit zwei Stockwerke tiefe auf mehreren Glasplatten zu gehen und direkt nach unten schauen kann – ist schon abgefahren.

Zurück bin ich noch am Pike Place Market, der für mich ein ganz besonderer Markt ist. Und wer schon meint, alles auf einen Markt gesehen zu haben, sollte hier vorbeischauen.

Ein Stück weiter gibt es eine sehr sonderliche Attraktion: Wände komplett beklebt mit Kaugummis, die so genannte Gum-Wall, zieren hier die Wände(...) Für manche die ekligste Sehenswürdigkeit der Welt. Die Legende besagt, dass gelangweilte Theater-Besucher beim Warten in der Schlange ihre Kaugummis einfach an die Wand klebten – schon in den 90er-Jahren Schnell wurde die Wand immer größer, dicker und ekliger, immer mehr von der klebrigen, bunten Masse verzierte das Mauerwerk. 2015 machten sich dann ein paar Reinigungskräfte ans Werk und entfernten das Kaugummi. Unglaubliche 130 Stunden – das sind mehr als fünf Tage rund um die Uhr – dauerte es nach Angaben der Internetseite, bis die Wand wieder sauber war. Mehr als eine Tonne der Süßigkeit wurde entfernt, 94 volle Eimer. Allerdings dauerte es nicht allzu lange, bis die ersten die leere Hauswand wieder beklebten.

 

Die Stadt Seattle gefällt mir gut und ich gehe viel zu Fuß (Schrittzähler 24953 entspricht 17,8 km). Die Stadt hat die größten Wachstumsraten in den USA. Amazon (erster Verkaufsshop), Microsoft, und der erste Starbucks lassen grüßen. Übrigens auch die größte Kaffeedichte und somit auch gestiegende Mietpreise, wie mir der Uber-Mann erzählt: Monatsmieten von 2500-3000$ sind keine Seltenheit. Das es hier übrigens so viel regnen soll kann ich nicht bestätigen - immer um die 23-25 Grad.

 

Samstag, 16. Juni:

Ich habe vor mit der Fähre vom schönen Hafen in das benachbarte Bainbridge überzusetzen. Fährepreis unter 10$.Update folgt....









Donnerstag, 13. Juni 2019

Tag 15 => Trennung ......und Abreise von Frank

Tag 15
Donnerstag, den 13.06.2019


Wow, die Zeit verging dann doch recht schnell...zwei Wochen sind um.
Heute morgen habe ich schon Oliver verabschiedet. Er ist um ca. 09.00 Uhr aus Vancouver abgereist um die ca. 200 km bis Seattle heute noch zu fahren. Ca. in der Mitte der Strecke wird er noch einen Stop in der Stadt Everett einlegen. Dort befinden sich die Boeing Flugzeugwerke und es werden Führungen durch die dortigen Werkshallen angeboten. ...das möchte Olli noch "mitnehmen". Ich werde jetzt noch diesem Blog hier befüllen und um 11. 00 Uhr muss ich das Zimmer verlassen (Check out Zeit) Dann werde ich noch zu meinem neuen "Lieblings" Coffee Shop (Tim Hortons) rübergehen (unser Hotel ist mitten auf Vancouvers Shoppingstraße "Robson Street") und ein paar Shops abklappern. Evtl gehe ich noch mal in den "Stanley Park" der nur ca. 30 Minuten Fußweg vom Hotel entfernt ist. Um 15.00 Uhr werde ich mich auf den Weg zum Flughafen begeben. 18.25 Uhr geht der Flieger (Lufthansa mit einem Airbus A 340-600) nach München. Dann dort Umstieg und am Freitag bin ich dann um 16.00 Uhr im Leipzig und schließe -nach Plan- um 18.00 Uhr die Haustür auf.


Update zum Tag:

Ich war noch mal im Stanley Park, habe mir ein Fahrrad geliehen und bin einen kleinen Teil des Parks (ca. 7 km) mit dem Fahrrad (die ersten 30 min umsonst...dann ca. 4 Euro je 30 Minuten) gefahren. Tolle Parkanlage mit vielen Freizeitmöglichkeiten, Blick auf die Stadt und sogar einigen Stränden. Da der Park von sehr vielen Einwohnern und Touristen genutzt wird gibt es sogar getrennte Wege für Fußgänger und Fahrradfahrer damit es nicht zu "Kollisionen" kommt. Bei dem schönen Wetter heute (30 Grad...wie gestern) war das noch mal ein toller Abschluss für mich.

Nun ist aber wirklich Schluss 😞...sitze am Flughafen in Vancouver und warte auf den Rückflug.












Verlust-Liste !

Ich habe mir es zur Angewohnheit gemacht nach solch einer Tour wo "weder Mensch noch Material geschont wird" mal darüber zu sinieren was kaputt gegangen oder verloren gegangen ist. Dann hat mann eine gute Basis für die Shoppingliste der nächsten Monate.Als erstes: Mensch und Machine haben keinerlei Verluste erlitten (...wenn ich mal von einer Erkältung bei mir absehe). Die Motorräder laufen/liefen bis zum Schluss ohne technische Probleme/Einschränkungen. Was die andere "Hardware" betrifft:

Verluste Oliver:

die Liste ist kurz, sie enthält nur eine Position: eine Lesebrille mit Motel liegen gelassen.Diese wurde in Dawson Creek bei Walmart schon wieder ersetzt



Verluste Frank:


Die Liste ist leider länger:
 

weil ich zu dämlich war die Packrolle richtig auf dem Motorrad zu befestigen..

- eine Ortlieb Packrolle 89 Liter/rot

- eine Isomatte Nordisk Thale 3.8

-Des weiteren habe ich mein BaseCap gestern in einem Burgerladen liegen gelassen, wurde aber unmittelbar ersetzt durch ein "Merchandising Cap" vom Yamaha Händler "GA Check point"

- Mein "Reisezoom" von Canon (18-200 mm)  montiert an der Canon EOS 7D focussiert ab ca. 135 mm teilweise nicht mehr korrekt. Das hat es vor der Tour auch schon ein bis zweimal nicht getan...jetzt wird es aber schlimmer/passiert öfter.....da ich wohl definitiv ein Check angesagt.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Tag 14 => Motorradabgabe in Port Coquitlam und Besichtigung Vancouver

Tag 14
Dienstag, den 12.06.2019


Heute ist es soweit. Ich gebe mein Motorrad ab. Von unserem Motel zum Abgabeort sind es genau 10 km. Wenn ich diese zu den bisherigen gefahrenen Kimometern addiere komme ich nun in Summe auf 4.505 km in 10 Fahrtagen. Interessant ist das laut "Excel-Planung" die Gesamtstrecke bei 4.430 km lag. Macht eine Planungsgenauigkeit von 98,34% 😉. Trotz einiger "Straffungen" des Programmes haben wir bezüglich der Menge an Kilometern also "genau das bekommen" was wir erwartet hatten.

Was liegt heute an ? ich schreibe noch schnell die Anmodertation des Tages zu Ende dann fahre ich wie erwähnt zum Händler und gebe mein Motorrad zur Einlagerung ab. Anschließend geht es mit den "Öffis" nach Vancouver zu unserem Stadthotel. Oliver ist schon unterwegs und putzt sein Motorrad hier bei einem Waschcenter in der Motel-Nachbarschaft.....er möchte so noch ein wenig versuchen den möglichen Verkaufspreis "anzuheben". Wenn alles gut geht treffen wir uns dann beide gegen Mittag in Vancvouver und starten die "touristische Besichtigung" Vancouvers an unserem letzten gemeinsamen Tag.


Update zur Tagestour:
Die Abgabe das des Motorrades hat hervorragend geklappt. Die Fahrt vom Händler zu unserem Innenstadthotel ebenfalls. Ich wollte je eigentlich mit dem Zug fahren, da der "Taximann" mir aber einen guten Preis gemacht hat der im wesentlichen dem Zugpreis entsprochen hätte habe ich das Taxi vorgezogen. Als ich dem indischen Taxifahrer (der auch Motorrad fährt) erzählt habe das ich mit dem Motorrad in Indien war, waren wir sofort "ganz dicke" und er hat sogar auf einen Teil des Fahrpreises verzichtet (meine Bargeldvorräte waren unter dem angezeigten Fahrpreis...ich wollte mit Karte bezahlen...er sagte "gib mir dein restliches Bargeld....das reicht"...TOP !). Oliver ist 10 Minuten vor mir mit dem nun "blitzblanken" Mopped in unserem vorab gebuchten Hotel eingetroffen insofern sind wir wieder "vereint". Nach Bezug des Zimmers haben wir erst mal die "Waterfront" und den "Stanley Park" (ähnlich Central Park in New York) besucht. Fazit: ich finde die City (ca. 700.000 Einwohner) super..sehr maritimes Flair, mehr europäisch als amerikanisch und insbesondere sauber und nicht so "abgeranzt" wie teilweise die amerikanischen Großstädte. (Oliver findet die City so eher "mittelmäßig") Für die Kreuzfahrtfans unter Euch 💪: das Cruise-Terminal ist MITTEN in der Stadt und nur einen Katzensprung von den Shops, etc entfernt. Hier beginnen übrigens die Alaska-Kreuzfahren...nur so als Info 💪👍

Laut Taxifahrer ist auch sehr sicher hier in Vancouver...Waffen sind z.B.  -ähnlich wie in Deutschland- verboten bzw. nicht frei erhällich bzw. dürfen auch nur (z.B. von Jägern) unter sehr strengen Auflagen zu Hause aufbewahrt bzw. im Auto transportiert werden. Also völlig anders als in den USA By the way: die Kandier haben ein minimal "zwiespältiges" Verhältnis zu den Amerikanern. Mehr kann ich dazu hier nicht schreiben sondern kommt noch die Blog-Zensur 😁

Abends ging es dann noch nach "Gastown" der Kneipengegend. Vorbei an der "Steamclock" einer dampfbetriebenen Uhr (der Dampf kommt aus den Fernwärmeleitungen) die jede volle Stunde eine Melodie pfeipft. Dann in die Kneipe, dem "Lamplighter". die Kneipe hat locker 50 verschiedene Biere. Achtet auf die Anzahl der Zapfhähne auf den nachfolgenden Fotos. Dann gab es was "spezielles". Wir saßen im Biergarten der Kneipe und direkt neben uns kommt es zu einem Feuerwehreinsatz. Ein großes Feuerwehrauto hält an ....zusätzlich zwei Ambulanzen. Alle stürmen in eine nebenan liegende Wohnung, ein Feuerwehrmann muss bei dem Auto bleiben....der kommt aber lieber zu uns an den Biergartenzaum und schaut sich das Eishockeyspiel an das gerade in der Kneipe übertragen wird. Wir kommen ins Gespräch und ich sage im das Oliver auch Feuerwehrmann ist. Darauf bietet der sportbegeisterte kanadische Feuerwehrmann dem deutschen Feuerwehrmann Olli gleich ne Führung durch das Feuerwehrauto an...während seine anderen Kollegen den Einsatz abwickeln. OK...es war irgend nen besoffener Obdachloser den sie aus irgend einer Wohnung geholt haben. Der Obdachlose konnte auch noch selbst laufen...so schlimm war es dann wohl doch nicht. Übrigens zieht die Tourigegend hier so manchen Obdachlosen an.


















Ihr wollt Fahrszenen aus Alaska ? Hier sind sie ! Viel Spaß damit

abei eine kleine Auswahl, damit ihr eine ungefähre Vorstellung bekommt was wir in Alaska für Strecken/Straßen (in Kanada sind wir nur geteerte Strecken gefahren) gefahren sind. Gravelroads/Schotter ohne Ende ! Jedes Video zeigt einen Ausschnitt von jeweils ca.160 km Schotterstrecke. Yeeeees !

"Top over the world Highway" von Tok nach Dawson City

"Denali Highway" vom Denali Park bis Tok


Dienstag, 11. Juni 2019

Tag 13 => von "100 mile house" nach Vancouver (Port Coquitlam)

Tag 13
Dienstag, den 11.06.2019


Heute zählt es ! wir müssen heute nachmittag vor 17.00 Uhr bei dem Händler auf der Matte stehen der mein Motorrad für die nächsten 12 Monate unterstellen soll....der Händler befindet sich im Stadtteil "Port Coquitlam" ca. 30 km Kilometer vor der Innenstadt von Vancouver.

Der Wecker ist gestellt...wir müssen um 08.00 Uhr rollen ! Hört sich einfach an, aber wir haben in den letzten Tagen immer genau zwei Stunden jeden Morgen gebraucht...vom Aufstehen bis zum "Zündschlüssel" umdrehen. Muss halt ne Menge verpackt werden, ein paar schlaffe Toastbrote mit dem Kaffee aus dem Coffee-Maker des Hotelzimmers müssen auch immer noch drinliegen.

Also: Daumen drücken für die letzten ca. 450 Kilometer...Update folgt...wie immer !


Update zur Tagestour:

07.15 Uhr wurde der Anlasserknopf gedrückt und es ging Richtung "Pazifik" !
Wir haben es tatsächlich geschafft mal früh los zu kommen. Die letzen 300 km vor Vancouver (bzw. vor Port Coquitlam....einem Vorort) haben sich noch als super Strecke herausgestellt. Ein wenig wie Österreich: Berge, Kühe, Wiesen. Dazu ein Canyon an dem wir immer an der Oberkante entlang gefahren sind. Unten waren massive Stromschnellen im Fluss zu erkennen was schön von oben anzusehen war. Auch quälten sich die kilometerlangen Güterzüge dort unten über ihre Fahrtstrecken.

Dazu hat sich -wie vom Wetterbericht vorrausgesagt- heute die Sonne gezeigt.Puhh, im Prinzip (neee...nicht nur im Prinzip....zu warm....basta) schon zu warm, fast 30 Grad. Das erste Mal seit dieser Tour Sonnenbrille rausgesucht und Langarmshirt eingepackt.


Gegen 14.00 Uhr waren wir dann beim Händler (GA Motorsport, Port Conquitlam) mit dem ich schon einige Male bezüglich einer Unterstellung ("storage") gemailt hatte. Mein Motorrad soll hier in Vancouver für die nächsten 12 Monate in den Winterschlaf gehen (Übrigens ist das das letzte Motorrad was sie annehmen...sie werden kein storage mehr durchführen...lohnt sich wohl anscheind nicht) Ich wurde erwartet und die Formalitäten waren schnell erledigt. Um heute noch zu unserem Hotel zu kommen habe ich das Motorrad noch einmal mitgenommen. Morgen früh zur Shopöffnung um 09.00 Uhr gebe ich das Motorrad dann endgültig ab...dann heisst es "Öffis" für mich. Oliver fährt weiter mit seinem Motorrad (er bleibt ja ein paar Tage länger und wird sein Motorrad in Seattle verkaufen) zu unserem Downtown-Hotel in Vancouver (ca. eine Stunde Fahrt von hier) und ich besteige dann den Vorortzug. Oliver und ich treffen uns dann morgen Mittag zu unserem letzten gemeinsamen Tag im besagten Hotel in Vancouver

Dummerweise passierte während der letzen Touretappe noch ein kleines "Maleur"
Ich habe die Gepäckrolle (ja ich weiss ....viel zu gross, aber ich hatte schon für den Flieger vorpepackt...hätte ich lassen sollen) hinten auf den Koffern anscheinend nicht richtig befestigt, die Rolle löste sich und ich habe diese bei ca. 80 km/h ein Stück hinter mir her geschliffen. Ende vom Lied: vom Reifen sauber aufgefressene Gepäckrolle und einige Inhalte der Rolle wurden vom Kettenantrieb auch zusätzlich noch "angeknabbert". Unter anderem meine schöne Isomatte 😪. Nun ja, Ersatzrolle ausgepackt, Inhalt umgepackt, Defekte Teile in der nächsten Mülltonne entsorgt...und weiter ging es.

Der Rest ist ähnlich der letzten Tage: Motel bezogen und "zu Fuss" (wir waren die einzigen Fußgänger...wie in den USA /Kanada üblich) die nähere Umgebung erkundet. Noch zum Liquör-Shop...Bier holen....und den Abend mit dem Blogschreiben auf dem Kingsize Bett (wir haben zwei davon im Zimmer.....nur so als Randinfo damit nicht falsche Bilder in Eurem Kopf entstehen😀)  im Motelzimmer ausklingen lassen













Montag, 10. Juni 2019

Tag 12 => von Prince George zum "100 Mile house"

Tag 12
(Pfingst-) Montag, den 10.06.2019



Ich fühle mich heute früh sehr jung ! Liegt das an unser evtl. "verjüngenden" Motorradtour ? NEIN, es liegt daran das ich in unserem "Travelodge-Motel" aktuell mit einer Kanadischen Renter-Busgruppe beim Frühstück (Olli pennt noch) sitze....und die Rentner der Busgruppe sind schon "laaaaaange" in Rente. Das Frühstück ist mal wieder mehr so "instant" aber doch schon eine deutliche Steigerung gegenüber gestern. Was darf in Kanada nicht fehlen: AHORNSIRUP......natürlich mit Waffel(maker) 😁 Nettes Motel übrigens, moderne Zimmer und trotzdem ein attraktiver Preis (83 Kandische Dollar, entspricht 58 Euro für zwei Personen...sehr fair !)

So, nun zur eigentlichen Tour. Heute liegen "nur" 300 km an, es wird ein Tag ohne geplante besondere Highlights sondern eher eine Strecke um die restlichen Kilometer "tot zu fahren". Aber wer weiss was uns unterwegs alles noch so spontan erwartet ? Das Ziel ist übrigens ein Ort mehr oder weniger im Nichts. Die Bezeichnung kommt aus der Goldgräberzeit, als nördlich von Vancouver ein kleiner Goldrausch ausgebrochen ist und die Straße die dann von dem Goldgräberdorf gebaut wurde, unterwegs keine Ortsbezeichnungen sondern Meilenbezeichnungen (70 Mile House, 100 Mile House, 150 Mile House, etc) bekommen hat. Das Goldgräberdorf ist schon lange nicht mehr existent......die Bezeichnungen unterwegs sind geblieben.

Ansonsten habe ich ein "to do" heute nachmittag im nächsten Motel. Ich muss heute alle meine "Klamotten" noch mal umsortieren. Zum Beginn der Tour habe ich alles so einsortiert so wie es für die Tour Sinn ergab. Jetzt muss ich so langsam eine Tasche packen mit den Dingen ich ich wieder mit nach Hause nehme. Die verbleibenden Dinge die am Motorrad verbleiben müssen des Weiteren entsprechend "identifiziert" werden und in den Koffern des Motorrades verstaut werden. So wird es bei der Abgabe des Motorrades hoffentlich schnell(er) gehen.......

Update zur Tagestour: es hat uns jetzt das erste Mal erwischt: REGEN ! drei Stunden lang heftiger Regen. Insofern keine Highlights an der Strecke ...und wenn es welche gab habe ich diese nicht sehen können ...ich war froh die Stoßstange des Vordermanns erkennen zu können. ABER: die eifgentlichen Highlights waren die Gespräche mit anderen Kanadiern bzw. anderen Bikern bei "Tim Hortons". Tim Hortons ist ein kanadischer Coffeeshop...wenn nicht DER kanadische Coffeeshop. Lecker belegte Baguettes, Bagels, Donuts, etc. Gar nicht mal teuer und rappelvoll der Laden. Sehr beliebt bei den Einheimischen. Fahrt unbedingt mal hin wenn ihr mal in Kanada sein solltet.

Die eigentlichen Gespräche waren heute:

....mit einem Engländer der mit einer 250er Honda ein jahr unterwegs sein möchte....er wäre Rentner (der Typ war maximal 50 jahre alt...wenn überhaupt) und macht seit 10 Jahren solche Reisen. Ok ihr meint das ist schon cool ? Abwarten !


.....mit einem französischen Pärchen so Mitte 50, die in Frankreich ihr Haus und alles Hab und Gut verkauft haben sich zwei fette BMW 1200 GS gekauft haben und nun ohne Limit (O-Ton: kann ruhig mehrere Jahre so weitergehen) un die welt fahren wollen. Erst mal hoch nach Alaska und dann runter bis Feuerland (allein das sind locker 30.000 km) dann wohl rüber nach Afrika...und dann weiter Asien, Australien...mal sehen sagt er. Tja ob das noch cooler ist .....ich weiß nicht. "Mutti" war recht schmächtig und fuhr das Riesenschiff von BMW.....sogar noch mit Reservereifen je rechts und links am Sturzbügel...... Breit wie ein Linienbus die BMW !


.....mit einem älteren Herren der uns ansprach warum wir den so "stupid" kleine Motorräder fahren.....hier bei den Entfernungen sollte man "was Größeres haben" (er hat übrigens recht: 95% ALLER Motorräder die uns entgegen kamen/kommen oder die wir auf Parkplätzen sehen sind BMW 1200 GS....und die fahren alle: Europäer, Kanadier, Amerikaner) Dem Herren erklärten wir dann das wir zuhause auch BMW fahren und mal "was anderes ausprobieren" wollten und ich fügte noch hinzu das die alte KLR bestimmt billiger und zusätzlich "an jeder Straßenecke" hier zu reparieren wäre....mit der Antwort war er dann "zufrieden".


.....und dann war da noch "Larry" der Autoverkäufer von GMC. Ich habe die in der Sonne blinkenden Pick up Trucks fotografiert und Larry hatte wohl nichts zu tun. Dann kam er zu mir und hat er mir ein paar Trucks gezeigt und sagte ich soll mir doch lieber die "großen" (...ich fand die Autos in der ersten Reihe alles andere als "klein") Diesel-Trucks ansehen...mit 6,2 Liter Hubraum. Ich fragt ihn wie die Quote Trucks zu Limousine denn wäre. Er sagte das er 90% Pick up Trucks verkaufe und 10% normale PKW....Crazy !

Nun ja, die Fotos sind heute sehr Autolastig....mein Heimatkennzeichen "HE" gibt es auch hier....ne Patrone als Antenne.....jeder nimmt hier sein Quad mit am Wochenende (hier "4-Wheeler" genannt) und zum Schluss ("Gruß an "Larry") Besuch beim örtlichen GMC Händler....zum Schluss das wohlverdiente "Feierabendbier" der Marke "Canadian" direkt vor unserem Motelzimmer...Prost auf die heute erreichten 4.070 Km Gesamtstrecke !