Samstag, 9. Oktober 2021

Tag 8 => Abreise und Fazit (HAMMERTOUR, das sage ich schon mal vorab:-)

Samstag, 09.10.21
Gesamstrecke (incl. Abstecher, etc): ca. 2.700 km


Nun also das Fazit zur Gesamttour. Die Reihenfolge ist zufällig und auch der Inhalt hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Würde ich wieder in der Nachsaison fahren (alternativ Vorsaison) ? Auf alle Fälle !
An den Touristenhotspots (allen voran dem Icefield Parkway) ist nur noch ein Bruchteil der Touristen unterwegs die sonst im Sommer da währen. Es sind zwar schon einige kleinere Campingplätze geschlossen, aber das hat mich als "Motel"-Nutzer ja nicht gestört.
Natürlich sage ich das weil ich Glück mit dem Wetter hatte. Hätte es eine Woche geregnet hätte ich vielleicht eine andere Meinung dazu. Ich habe "Null" Regen abbekommen in dieser Woche. Des Weiteren ist in der Nachsaison die Preislage der Motels viel moderater. Im Sommer kosten die Motels das 2-3 fache.

War die Tour (2.700 km) für den kurzen Zeitraum ( 6 Fahrtage) zu lang ?
Das muss jeder für sich selbst entscheiden, ich sage es hat gepasst. 400-450 km pro Tag fahren klingt viel, aber Kanada ist ein Land was "erfahren" werden will. Die Straßen sind gut ausgebaut und es gibt unterwegs wenig Ortschaften die einen "abbremsen". Ich bin pro Tag ca. 8 Stunden gefahren, incl Pausen und Fotostops. Das Tempo hat mich nicht gestresst, ganz im Gegenteil, die Landschaften wechselten so häufig das es fast hinter jeder Kurve was neues zu entdecken gab. Ich fand diese Tour sogar, was die Abwechslung der Landschaften betrifft, interessanter als die Tour von Anchorage/Alaska nach Vancouver im Jahr 2019. Wenn man in den Norden fährt kann schon mal 1.000 km keine Veränderung sein.

Die Temperaturen waren überweigend kühl. Ich würde sagen so meist zwischen 6 und 15 Grad. Am Nachmittag gab es jeden Tag eine Periode mit 20 Grad, diese kam aber immer später am Tag je später es in den Oktober ging. Auch verkürzte sich diese warme Nachmittagsperiode von Anfangs ca. 2 Stunden auf zum Schluss nur noch eine Stunde.
Insgesamt hatte ich von 1,9 Grad bis 27 Grad alles dabei. Daran merkt ihr schon, warme Klamotten sind angesagt. Ich habe mal gezählt, "oben rum" 6 Schichten (T-Shirt/Langarmshirt/Sweatshirt/Futter der Jacke/Motorradjacke/Regenjacke) an...und ich habe nicht geschwitzt.
Ein "muss" sind dicke Handschuhe und Griffheizung. 

Mit dem Sonnenaufgang loszufahren habe ich so auch noch nicht gemacht, meist war ich um 07.30 Uhr auf dem Motorrad, dann noch tanken und nen Kaffee besorgen und so gegen 08.00 Uhr war ich dann auf der Straße. War eine interessante Erfahrung, dafür gingen aber auch abends um 20.00 Uhr bei mir die Lichter aus..lag aber auch daran das ich dieses mal extrem schlecht bis garnicht aus dem "jetlag" kam. Mein Körper hat sich einfach nicht an die Zeitverschiebung gewöhnen können.

Das Motorrad selbst hat "durchgehalten". Keine Ausfälle, wenn man von dem Schalter der Griffheizung einmal absieht. Den besagten Schalter hatte ich unterwegs neu besorgt und noch vor Ort ausgewechselt.

Thema Budget: ich habe im Schnitt 65 Euro pro Nacht für die Motels ausgegeben. Die meisten bekommt man für ca. 50 Euro die Nacht, nur im Bereich der Nationalparks (Banff/Jasper) muss man ca. 80-90 Euro für einfache Motels ausgeben. Tipp am Rande: die Motels sind vom Stil/der Qualität alle gleich...ob billig oder teuer..also bucht am besten immer das Günstigste. Für Benzin gingen so ca. 20 Euro am Tag drauf. Der Liter kostet in Kanada ca. 1 Euro. Bei einem Verbrauch von 5 Litern/100 km kamen so ca. 20 Euro für die besagten 400 Tageskilometer zusammen. Für Verpflegung reichten 15 Euro am Tag aus. Wenn man viel fährt... ißt man wenig :-) "Tim Horton" ist günstig, nicht so Burgerlastig wie andere Schnellrestaurents und man bekommt da alles vom Kaffee über Bagles, Donuts, Chilli, Broccolisuppe, etc. Manchmal war ich dreimal am Tag da :-)
Wenn man nun die Einzelposten addiert kommt man auf ca. 100 Euro pro Tag...das finde ich für eine "Fernreise" nicht besonders viel. Flug natürlich "on top" (je nachdem wann ihr bucht..welche Fluggesellschaft,etc). Preis von Deutschland nach Vancouver ca. 500-900 Euro

Drei Dinge möchte ich erwähnen die sich seitens der Ausrüstung als sehr "nützlich und praktisch" herausgestellt haben.

1. Reiseführer auf dem eBook (hier war es ein Kindl). Nimmt wenig Platz weg, wiegt viel weniger als das Papierbuch und man kann unterwegs über die Suchfunktion ganz schnell Orte finden wo man sonst im Inhaltsverzeichnis eines Buches mühsam suchen müsste. Ich war erst skeptisch finde so ein "Gerät" aber mittlerweile sehr nützlich.

2. wasserdicher Motorrad-Rucksack: Sowohl bei der Anreise als Handgepäck/Rucksack zu verwenden als auch als wasserdichte Packrolle während der Tour auf dem Motorrad.

3. die Pfand-Einkaufstüten vom Aldi. Lassen sich kein zusammenfalten und in den Reisekoffer legen und eignen sich vorzüglich um sie als Innentaschen für die Motorradkoffer verwenden. So bleiben die Koffer am Motorrad montiert und in den Tüten kommen die Klamotten mit ins Motel. Sehr stabil die Dinger. Klar gibt es auch "echte" Kofferinnentaschen. Aber die sind meist nicht so klein zusammen zu falten und nehmen somit viel mehr Platz bei der Abreise im Flieger weg...und weniger Gewicht als "richtige" Koffer-Innentaschen" haben sie zudem auch noch.

Noch (m)eine Erkenntniss zum Schluss: ich habe jetzt noch einmal die Erfahrung gemacht das ich mehr so der Reisetyp bin, der es "intensiv" mag. Lieber eine kurze Reise mit intensiven Inhalten (...also hier beispielsweise die 2.700 km in sechs Fahrtagen) als 3-4 Wochen sehr wenig pro Tag. OK es hätten jetzt auch anstelle 6 auch 10 Tage sein können, aber ich verteile dann lieber mehrere Reisen auf das Jahr anstelle einmal 3-4 Wochen unterwegs zu sein. Aber: jeder (Reise)-Typ ist anders 😂

So, das solle es dann hier im Blog gewesen sein.....
Ich hoffe ihr hattet Spaß an diesem Blog und der Reise "Kanada 2021".
Schaltet wieder ein wenn es heisst "Kanada/Alaska 2022"...das ist der aktuelle Plan:
Wolfgang wird die Maschine vorraussichtlich im Jini 2022 in Vancouver wieder aus dem Stall holen und sie bis Anchorage/Alaska fahren. Ich überehme dann "Lady blue" in Alaska im Juli 2022 und fahre die Maschine dann bis in den Yukon im Norden Kanadas. Dort erfolgt dann die erneute Abstellung bis 2023....dann sehen wir weiter.

Ende und out.....

Frank Bordtfeld, Oktober 2021









Freitag, 8. Oktober 2021

Tag 7 => zurück nach Vancouver plus Motorradabgabe ("eiskalter" und sonniger Abschluss)

Freitag, 08.10.21
gefahrene Kilometer: 410 km

Der Urlaub geht so langsam zuende. Heute heisst es "Lady blue" noch nach Vancouver zurück zu bringen und beim dortigen Händer  "GA Checkpoint" abzugeben bzw einzulagern. Der Handler hatte vorab schon zugesagt, die Maschine wieder einzulagern. Die Strecke selbst soll noch einmal auf auf möglichst vielen Nebenstrecken erfolgen, Nach Abgabe der Machine geht es dann für mich wieder "rein" nach Vancouver (der Motorradhändler selbst ist in einem Vorort namnes Port Coquitlam ) wo ich noch einmal übernachte bevor dann morgen mein Rückflug "in die Heimat" geht.

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Update:

Die Sonne schien schon früh durch das Fenster meines Motels. Ich stehe früh auf zumal man in diesen Motels (sind eh alle gleich) seinem Zimmernachbarn beim Duschen zuhören kann. Durch die Holzbauweise hier sind die Häuser mit wenig Masse gebaut welche Schall aufnehmen/dämpfen könnte und sind somit alle sehr hellhörig. Unten findet ihr ein Foto eines Hauses welches hier gerade gebaut wird. Drei Stockwerke, alles aus Holz !

Der Himmel ist blau, die Luft glaskar..das bedeutet aber auch: es ist "eisenkalt". Bei gut zwei Grad Plus belade ich morgens um 07.00 Uhr mein Motorrad. Zum losfahren" ist es mir noch zu kalt. Direkt gegenüber des Hotels ist ein "Tim Hortons" Schnellrestaurant. Das passt sich gut...schnell rüber und erst mal einen heissen Kaffee und einen Bagel mit Ei zum Frühstück eingenommen. Gegen 08.00 Uhr dann los, es sind jetzt ca. sechs Grad. Durch enge Täler geht es Riichtung Vancouver. Die Landschaft wechselt, es wachsen Wein und Obstbäume in den Tälern. Am Straßenrand jede Menge Stände die Obst verkaufen. Es bleibt eiskalt, erst gegen Mittag klettert die Temperatur auf knapp 15 Grad. Gut das die Heizgriffe am Motorrad repariert sind und wieder funktionieren. Bei den Temperaturen sind die Dinger ein "muss". Trotzdem brauche ich zum Aufwärmen nach gut hundert km schon wieder nen heissen Kaffee an der Tankstelle. Ein kurzer Stop noch am "Hope Slide". das ist ein Felsabgang der in den sechziger Jahren erfolgt ist. Damals lösten sich fast 50 Mio. m3 Gestein nach einem kleinen Erdbeben. Der halbe Berg ist abgerutscht und begrub leider auch vier Meschen in ihren Autos. Zwei wurden nie gefunden ist sitzen immer noch in ihrem Auto irgendwo unter dem Schutt. Übrigens: hier standen sogar Ladesäulen (auf meiner Tour habe ich nur drei Orte gesehen wo es welche gab) für E Autos auf dem Parkplatz. Ich habe mich dort ca. 45 Minuten aufgehalten. Es kamen in dieser Zeit Null E-Autos aber 90 Prozent "dicke und durstige" Pick up Trucks auf dem Parkplatz...es ist noch ein langer Weg 😞

Es folgen noch ein paar Pässe mit wieder über 1.000 Metern. Auf einem der Pässe liegt noch Schnee am Straßenrand. Es hat ein paar Stunden vor meiner Ankunft hier geschneit. Glück gehabt, das meiste ist mit der Mittagswärme schon wieder weggetaut. Seit dem Start in Vancouver vor einer Woche habe ich mich praktisch nie unter ca. 500 Höhenmetern aufgehalten. Wahnsinn, wie hoch die Straßen hier auf solch lange Entfernungen langführen. Erst jetzt, nach einer Woche und erst ca. 150 km vor Vancouver geht es runter auf bis zu "Null" Höhenmetern und das Thermometer klettert dann wieder auf die spät nachmittags schon üblichen 20 Grad.

Um 15.00 Uhr dann Ankunft bei "GA Checkpoint", dem Motorradhändler, wo die Maschine wieder überwintert. Ich brauche ca. zwei Stunden (incl Besichtigung der Neumaschinen im Verkaufsraum und einem "Schnack mit dem Verkäufer") um meine Dinge soweit "auszupacken" (und mit nach Hause zu nehmen) damit ich die Dinge von Wolfgang (die er bei dem Händler in Packtaschen zurück gelassen hat) dann im Anschluss auf dem Motorrad verstauen kann. Diese Vorgehensweise haben Wofgang und ich so gewählt, da Wolfgang der nächste ist (Juni 2022) der mit der Maschine fahren wird. So bepackt haben die Mitarbeiter von "GA Checkpoint" die Maschine nun übernommen und in der Halle eingelagert. Eine Inspektion des Motorrades ist ja schon vor einigen Tagen in Kelowna erfogt, so das die Maschine jetzt schon startklar für den näcsten Sommer ist. Batterie und Reifendruck wird vor Ort von den Mitarbeitern in den nächsten Monaten regelmässig überprüft, das gehört zum Service dazu. 

Nun ich es 17.00 Uhr, ich bestelle mir ein Taxi und fahre wieder nach Vancouver rein zum "Barclay Hotel", dem Hotel von wo ich vor einer Woche gestartet bin. Hier liegt noch mein Koffer mit dem ich angereisst bin. Das Hotel war so freundlich (obwohl die das normlerweise nicht machen und es mich ein wenig Überredungskunst gekostet hat) meinen Koffer hier bis zu meiner Rückkehr für eine Woche einzulagern. Ich gehe noch mal auf die Straße in das "Leben" hier, besorge mir was zu essen und gehe früh schlafen. Ich merke das ich jetzt richtig "platt" bin, ich habe im Prinzip eine Woche lang jede Nacht nur ca. 6 Stunden geschlafen und war jeweils den ganzen Tag unterwegs. Das merke ich jetzt dann doch nach einer Woche.
 

Morgen früh dann noch mal einen kurzen Spaziergang durch die City Vancouvers und gegen 10.30 Uhr geht es dann mit dem Taxi zum Flughafen. Mit meinem normalen Koffer bin ich dann wieder "ein ganz normaler Tourist" 😆

Gesamtfazit folgt dann morgen...





Donnerstag, 7. Oktober 2021

Tag 6 => von Clearwater nach Penticton (...Wellness für´s Motorrad plus "Strandpromenade")

Donnerstag, 07.10.21
gefahrene Kilometer: 410 km

 

Wie ist der Pan für heute ?

Da sich die Reise so gaaaaaanz langsam dem Ende zuneigt sind die "großen" Highlights in meiner Reiseplanung erledigt bzw. besichtigt. Wie schon gestern möchte ich daher auch heute mehr regional, abseits der Haupt-Touristenrouten, unterwegs sein. Dazu
möchte ich die kleinen "weissen" Straßen in der Landkarte fahren. Ich möchte dorthin wo die Einheimischen am Wochenende ihre Freizeit verbringen. Übrigens: wenn die Einheimischen dann losfahren dann zu 90% mit Pickup Trucks....und diese haben dann wieder zu 90 % entweder die Ladefläche voll mit "Freizeitgerät" oder sie haben einen Anhänger mit Boot, Motorrad, Quad, Wohnwagen, etc,etc dabei (siehe Fotos unten). Die Kanadier sind sehr "Freizeit muss draußen in der Natur stattfinden" orientiert.

Erstes Ziel ist der "Adams Lake"

Zwischenziel ist gegen 13.00 Uhr dann die Stadt "Kelowna" da ich dort einen "Wellness"-Termin für mein Motorrad bei einem Motorradhändler habe. Nach 12.000 km seit Kauf der Maschine in Alaska sind dann doch mal einige Dinge "fällig" (mehr dazu später).
Außerdem passt es jetzt ganz gut in den Zeitplan..in den letzten Tagen hätte das eher nicht gepasst. Kelowna ist eine Stadt mit ca. 120.000 Einwohnern also für hiesige Verhätnisse schon recht groß. Da es Motorradwerkstätten hier ausschließlich in den größeren Städten gibt, hatte ich gestern spontan telefonisch beim dortigen Händler "Valley Moto Sport Kelowna" nachgefragt und um einen Service-Termin für heute gebeten. Der Händler war sehr flexibel und hat mir den Termin dann sofort am Telefon zugesagt.

Endziel heute soll dann Penticton, ca. 80 km südlich von Kelowna sein

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Update:

Es war kalt, richtig kalt. Morgens um 07.30 Uhr wieder Start. Die bekannten 6 Grad haben sich bis Mittags gehalten. Dann 15 Grad. Man merkt jetzt das die "20 Grad Phase", die es eingentlich jeden Tag gibt, immer später am Tag kommt und das diese immer kürzer wird. Heute war es erst um 14.00 Uhr ca. 20 Grad warm..um 16.00 Uhr dann wurde es mit 10 Grad wieder recht kühl.

Meine geplante "weisse Straße" hat sich als ungeteerte Versorgungsstraße eines Sägewerks entpuppt. Trotzdem durfe der Durchgangsverkehr da aber auch lang fahren. Nun konnte ich doch auch noch mal 25 km (in Alaska /im Yukon waren es bei der Tour in 2019 locker 1.000 km) unbefestige Straße in diesem Urlaub fahren. Die Tour ging hoch über dem "Adams Lake" entlang. Über den See fuhr eine kostenlose Fähre, die ich für mich allein hatte. Auf der anderen Seeseite nette Ferienhäuser...sehr einsam aber nett anzusehen.

Dann weiter noch ca. 150 km bis Kelowna. Hier hatte ich ja um 13.00 Uhr eine Servicetermin für die Kawasaki vereinbart. Kelowna ict für hiesige Verhältnisse recht groß und die Haupt-Einfallstraße (Highway 97) erinnert an amerikanische Städte.Überall Autohändler, Burgerläden, Geschäfte, Shops, etc. Alles da was man so braucht...unter anderem auch "Valley Moto Sport". Nach Ankunft hat es keine 10 Minuten gedauert da stand mein Motorad in der Werkstatt. Ich selbst habe dann eine Mittagspause beim "Burgerladen" nebenan gemacht und nach ca. 90 Minuten war mein Motorrad fertig. Öl + Filter , Bremsflüssigkeit, Reifen hinten neu. Den Reifen selbst hatte ich ja im Koffer aus Deutschland mitgebracht. Warum ? Nun der Reifen war übrig und stand seit gut zwei Jahren in meinem Keller. Ich hatte ihn damals von der BMW 650 Sertao behalten (welche gerade in San Diego/USA steht) da dieser Reifen beim "abziehen" (ich hatte die BMW auf ein anders Profil umgerüstet)  noch ca. 90 Prozent Profil hatte und ich es zum damaligen Zeitpunkt zu schade fand den Reifen wegzuwerfen. Die Reifengröße der BMW und der Kawasaki sind identisch....Zufall !. Der Reifen selbst passte noch mit in den Koffer im Flieger hierher, so das ich im Prinzip den Reifen umsonst bekommen habe. Das ist wichtig zu erwähnen, da Reifen hier auch ca. doppelt so teuer wir in Deutschland sind (hier ca. 170 Euro, in Deutschland ca. 85 Euro). Der Preis für für die Inspektion "alles zusammen" ist mit 150 Euro sehr fair. Ich behaupte mal das es in Deutschland ca.  200 Euro gekostst hätte ...und das obwohl in Kanada eingentlich alles (mehr dazu dann hier im Reise-FAZIT am Schluss des Urlaubes) teurer als in Deutschland ist.

Gegen 15.00 Uhr dann noch die restlichen 80 Km des Tages von Kelowna nach Penticton. 16.00 Uhr (recht früh heute 😏) dann Ankunft im vorgebuchten Motel. Der Ort Penticton liegt direkt an einem über 200 km langen See (Lake Okanagan). Der See selbst ist kein natürlicher See sondern durch das Aufsteuen des Columbia Rivers entstanden. In Penticton wohnt man wenn man es "geschafft" hat. Die Region Kelowna/Penticton ist sehr beliebt, es ist eine recht warme Gegend, hier wächst sogar ein wenig Wein. Der riesen See und die umliegenden (..im Gegensatz zu den Rockies recht kleinen) Berge bieten zig Freizeitmöglichkeiten. Ich habe mal in einer örtlichen Immoblienzeitung geblättert: Einfach(st)e Häuser kosten hier so ca. 500.000 Euro. Wenn man was "normales" haben möchte sollte man 1 Million Euro einplanen. Was "richtig" nettes fängt so bei 1,5 bis 2 Mio Euro an. 😔. Luxus teilweise mit Strandlage dann ab 2 Mio aufwärts...

Nach Ankunft im Hotel habe ich noch mal eine Stunde am Motorrad "geschraubt", da ich neben der Inspektion beim Händler dort auch noch einen neuen Schalter für die Heizgriffe besorgt hatte. Den habe ich dann direkt beim Hotel (gut das ich damals passendes Werkzeug und Elektro-Reparatur-Kleinmaterial bei der Erstbeladung für das Motorrad einpeplant und aus Deutschland mitgebracht hatte) selbst eingebaut...die Heizgriffe "brennen" nun wieder wie am ersten Tag.

Anschließend noch mal ne Stunde zu Fuss raus und mal die kleine Seepromenade erkundet.
Bisher bin ich nach Ankunft in den jeweiligen Hotels (außer in Vancouver) abends nicht mehr raus gegangen, da es entweder in der Hotelumgebung nichts zu sehen gab, es stockdunkel war oder es "arschkalt" war...oder alles drei zusammen zutraf 😅

 




 


 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Tag 5 => von Jasper nach Clearwater / Wells Gray Provincial Park (das "kleine" Kanada)

Mittwoch, 06.10.21
gefahrene Kilometer: 420 km

Nachdem gestern ein super Tag war mit wirklich tollem Wetter und DEN Highlights (Banff/Jasper/Icefield Parkway) auf meiner Tour möchte ich nun die letzten verbleibenden beiden Fahrtage nutzen um das "kleine Kanada" kennenzulernen. Ich meine damit die Ecken wo der Kanadier am Wochenende für den kleinen Familienausflug hinfährt oder wo er mit dem Boot zum Angeln rausfährt. Für diese Aktivitäten gibt es hier viele von den Provivial Parks, das ist eine Stufe kleiner als National Parks.

Ziel dafür ist heute der "Mini-Ort" Clearwater mit einem Abstecher in den "Wells Gray Provincial Park". Ich bin gespannt wie die Straße in diesem Park aussieht....auf der Karte ist sie sehr klein und weiss gekennzeichnet..könnte Schotter bedeuten :-) 

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Update: 

Heute habe ich es langsam angehen lassen, da sich (..immer schön den Wetterbericht beobachten !) die Nachttemperaturen dem Gefrierpunkt näherten und ich kein Risiko eingehen wollte. Außerdem konnte ich aus dem Hotelfenster am frühen Morgen sehen das der Schnee auf den Bergen deutlich "mehr" in Richtung Stadt gewandert ist (siehe erstes Foto unten) in der Nacht. Es wurde also höchste Zeit das ich in tiefere Gegenden komme.

Um 09.00 Uhr war Start bei 6 Grad Außentemperatur. Brrrrrr !!! KALT !!!
Heute war es deutlich kühler als gestern, die Temperatur kletterte auf max 16 Grad um die Mittagszeit. Das lag aber auch vermutlich daran das ich die ersten zwei Stunden fast nur auf 1.000 Meter Höhe (das Navi zeigt das ja wunderbar an) unterwegs war. Dann noch mal locker zwei Stunden auf 700 Meter Höhe. Wo fährt man bei uns in Europa eigentlich vier Stunden um von 1.000 Meter Höhe auf ca. 500 Meter runter zu kommen ? Die Strecken hier sind echt lang und "hoch". Es waren daher heute deutlich mehr Pausen unterwegs nötig um sich bei heissen Kaffee aufzuwärmen (ich kam mir dabei manchmal vor wie ein Leguan der sich in der Sonne immer aufwärmen muss, damit der beweglich bleibt.)

Mein Ziel am Nachmittag war dann wie schon in der Einleitung erwähnt ein kleinerer lokaler Park (provincial park). Obwohl die Bezeichnung "klein" hier erklärt bzw. relativiert werden muss. Die Parkstraße ist ca. 100 km lang, der Gesamtpark (viele Teile sind nur auf Wanderwegen zu erreichen) ist geschätzt (wenn ich mal den Maßstab der Landkarte zugrunde lege) ca. 250 km lang und ca. 50-70 km breit. Mein Ziel im Park waren die "Helmcken Falls" (Wasserfälle). Wirklich sehenswert, 141 Meter hoch (siehe Bild unten). Übrigens: die Niagara Fälle sind nur 53  Meter hoch (dafür aber 1,2 km breit).

Ich bin im Park fast allein unterwegs gewesen, auf den 50 km die ich die Parkstraße gefahren bin, sind mir genau zwei Autos entgegen gekommen. An den Wasserfällen standen wir dann zu dritt. Auch hier wieder: Nachsaison sei Dank...aber ein Panne sollte man da nicht haben :-)






 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Tag 4 => von Radium Hot Springs nach Banff und Jasper (absolutes Highlight heute: der "Icefield Parkway")


Dienstag, 05.10.21
gefahrene Kilometer: 450 km

Heute zählt es 👍...Es stehen DIE Nationalparks in  Kanada auf dem Programm: Der Banff National Park und der Jasper National Park. Die National Parks gehen geographisch  ineinander über. Die Verbindungsstraße zwischen den beiden ist der "Icefield Parkway"

Der Icefields Parkway ist ein 230 Kilometer langes Teilstück des Highway 93. Der Parkway gilt als eine der schönsten Fernstraßen der Welt und führt durch die Berglandschaft der kanadischen Rocky Mountains zwischen Lake Louise und Jasper. 

In in den Parks und am Parkway gibt es mehrere Attraktionen wie z.B. Gletscher, Bergseen, etc die ich heute besichtigen möchte (bzw an denen ich einne Fotostop einlegen möchte). Allerdings steht und fällt das Ganze mit dem Wetter. Immer dran denken: wir haben Oktober und es geht hoch in die Berge. Zu dieser Jahreszeit kann es da oben auch schon mal schneien, aber der Wetterbericht sagt für heute "bewöklt/sonnig und bis zu 15 Grad" voraus. Allerdings gegen Mittag 😄...aktuell (ich schreibe diese Zeilen gegen 06.00 Uhr morgens) sind in Banff MINUS EIN GRAD 😨

Da die beiden National Parks und die einzelnen Stops dort zu den meist besuchten Attraktionen Nordamerikas gehören bin ich sehr froh das die Saison hier zu gut wie vorbei ist. Ich habe das auch schon unterwegs gesehen: viele Campingplätze und Touristische Einrichtungen haben schon geschlossen, in zwei Wochen ist hier so gut wie alles dicht.
Der  "Lake Louise" z.B. soll der meistbesuchteste Bergsee der Welt sein. Normalerweile soll auf den Straßen in den Parks schon jeweils gegen Mittags soviel Stau sein das es nur noch zäh voran geht. Ich hoffe aber auf wenig bis gar keinen Stau im Park.

Ich bin gespannt... Mehr Infos dann wieder heute abend im "Update des Tages"

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Update: 

Ich starte morgens wieder früh und belade noch im Halbdunkeln mein Motorrad. Um 07.30 Uhr geht es bei 6 Grad Außentemperatur los. Ich vermute das es heute kalt wird, daher ziehe ich alles an was ich habe. Unter der Jacke Langarmshirt, Sweatshirt...über der Jacke noch eine Regenjacke als Windschutz. Lange Unterhose :-) ist Pflicht

Meine Strategie ist es sehr früh am Einstieg in Banff zu sein da der Wetterbericht "nur" von ca. 11.00 Uhr  bis 16.00 Uhr sonniges Wetter vorhersagt. Es geht los, die Temperaturen (ich hatte es geahnt) sinken auf +2 Grad ab, die Straße schraubt sich bis auf 1.700 Meter hoch. Es ist wirklich "arschkalt", mir fallen fast die Finger ab ...zumal ausgerechnet heute die Heizgriffe versagen (warum fällt immer alles aus wenn man es am nötigsten braucht ???). Wolfgang hat ein kleines Thermometer am Motorrad installiert, mein Blick ist fest darauf (natürlich auch auf die Straße vor mir :-) ) fixiert. Das es kalt ist merke ich auch ohne Thermometer, aber ich habe etwas Muffe das es glatt wird. Zumal hier sehr viele LKW über den Paß fahren. Vor mir, hinter mir, neben mir,...da möchte man ungern mit dem Motorrad ins Schligern geraten...Tiefer als 1,9 Grad geht es nicht runter, die Kälte ist sehr trocken aber abgestelle Autos am Straßenrand sind dick zugefroren...daher: Vorsicht ist angesagt !

Nach den ersten 130 Kilometern und ca. 1,5 Stunden nach meinem Start komme ich, mit eiskalten Fingern, in Banff an. Banff selbst ist schick herausgeputzt aber bleibt in der Summe ein Touriort in dem es zig Restaurants, Hotels und Souvenirshops gibt. Jetzt erst einmal aufwärmen. Gar nicht so einfach: Banff liegt in der Provinz Alberta (Vancouver liegt in British Columbia) und Alberta hat, nachdem es am Anfang sehr locker mit Corona-Restriktionen umgegangen ist nun sehr hohe Fallzahlen und zieht gerade die "Reißleine"..unter andern ist es nicht erlaubt in den Restaurants/Cafes zu sitzen..nur "Take away/ zum mitnehmen".
Toll, also nix mit aufwärmen. Ich rette mich in einige Souvenirgeschäfte, "Tue so" als wenn ich interessiert bin und wärme mich dort auf. Nachdem ich wieder Gefühl in den Händen hatte und somit nicht die Gefahr bestand das ich den Kaffeebecher fallen lasse, gab es dann noch einen Kaffee auf der Straße "im Stehen". Übrigens liebe ich den Kaffee hier, schön "dünn" und schön "viel" (0,2...0,3 oder 0,5 Liter je nach Becher-Wahl)...genauso "habe ich ihn gern". 

Nun aber los, die Sonne kommt langsam raus. Erstes Ziel ist DER See im Banff National Park, der "Lake Louise" (siehe die ersten beiden Fotos unten) . Dieser See soll -laut Reiseführer- der meistbesuchte Bergsee der Welt sein. Über 3,3 Millonen Besucher pro Jahr.
Ich bin in der absoluten Nachsaison hier (viele Park und Campingplätze im Nationalpark haben schon geschlossen), außerdem stehe ich morgens um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz am See, TROTZDEM sind die Parkplätze gerammelt voll. Ich möchte  mir gar nicht ausmalen was hier in der Saison "abgeht". Nach einer guten Stunde am See (der übrigens seine höchste Wassertermperatur von 12 Grad nur im August erreicht) ist die Sonne schön am Himmel zu sehen, es sind 22 Grad Außentemperatur ..also Überjacke und Pullover wieder "aus". Die Straße schlängelt sich nun über 200 km auf ca. 1400 bis 1700 Höhenmetern (einmal sogar 2.000 Meter) durch den Park. Das Wetter hält sich nun die nächsten Stunden bis ca. 16.00 Uhr, das Sonnenlicht lässt das Herz eines jeden Fotografen höher schlagen. Ich halte an größeren und kleineren Spots im Park an und mache unterwegs einige Fotos an Stelllen die auf mich einen tollen Eindruck machen. Es ist wenig Verkehr im Park...Nachsaison sei Dank.

Die Zeit vergeht schnell. Gegen 16.00 Uhr ist dann schlagartig die Bewölkung wieder da, es geht runter auf 10 Grad. Gegen 17.00 Uhr dann Ankunft in Jasper, dem Zentrum des gleichnamigen Parks. Im Prinzip nicht besonderes (Banff ist schöner herusgeputzt). Man merkt nur die Nähe zu den Parks, da die Hotels hier teuer sind als bisher auf meiner Strecke.
Das vorgebuchte Motel war dann schnell bezogen.

Soviel zu der Strecke. Da ich am Tage auch mit vielen Menschen ins Gespräch komme (der Aufkleber "Frank from Germany" am Motorrad ist da ein echter Türöffner. (..ich werde oft darauf angesprochen) möchte ich hier kurz die interessantesten Kontakte erwähnen:

.....ein Mädel aus Singapore, die (auch 😁) gerne reisst und dafür einen 18 Stunden Flug nach New York in Kauf nimmt (plus Inlandsflüge USA und Kanada) und bei Rückkehr zu 14 Tage zuhause in Corona-Quaratäne muss die der Staat mit einer elektronischen Fußfessel (!) überwacht. Alternativ kann sie auch in ein Hotel gehen wo sie in ein Zimmer gesperrt (!) wird...kein raus..kein rein. Das Hotel muss sie selbst bezahlen, es kostet sie dann 3.000 Dollar.

....ein Ehepaar aus Thüringen die ihren 18 jährigen Sohn in Kanada besuchen der nach einem "Work and travel" Aufenthalt ein Mädel kennengelernt hat...und nun nicht mehr wiederkommt 😟 und hier sein Leben gerade aufbaut.

...ein Mann der aus Montreal kommt und noch nie die Rocky Mountains in seinem eigenen Land gesehen hat und dies nun gerade nachholt..und der sehr sehr E-Auto interessiert ist und es schade findet das die "Top 10 Neuwagen" in der Statistik in Kanada dicke fette und sprit fressende Pick up´s sind..




 

Montag, 4. Oktober 2021

Tag 3 => von Kamloops nach Radium Hot Springs (Anfahrt in die Rockies plus Bad in einer heissen Quelle)

Montag, 04.10.21
gefahrene Kilometer: 515 km

Heute beginnt grob gesagt die Anfahrt in Richtung DER beiden Nationalparks in Kanada:
Banff und Jasper National Park(s). Zu den Parks selbst werde ich dann inhaltlich morgen berichten.

Die Anfahrt sollte eigentlich direkt nach Banff (Stadt) gehen, da aber der wichtigste Strassenpass auf dem Weg dorthin, der "Kicking Horse" Pass wegen Bauarbeiten gesperrt ist (danke Wolfgang für diese wichtige Vorabinfo)  und somit Banff nur mit einem zusätzlichen zweistündigen Umweg zu erreichen ist, unterbreche ich die Anfahrt dann schon heute in Radium Hot Springs. Wie es der Name schon gesagt gibt es dort eine radioaktive Quelle (nur leicht radioaktiv 😁) in der man baden kann. Mal sehen ob die geöffnet hat oder den Corona-Beschränkungen zum Opfer gefallen ist.

Ansonsten ist noch ein Stop am Adams Lake geplant. Laut meines Reiseführers sind da im Oktober Lachse zu sehen. Die einzelnen Lachsarten wandern so grob zwischen Juli und OKtober. Jetzt im Oktober sind die Sockeye Lachse "dran".
Ich bin gespannt, ich habe bisher weder Lachse noch Bären gesehen.
Es steht Lachse gegen Bären 0:0 😆

Die Tour selbst wird knackig, ich rechne mit 500 km heute. Klingt erst einmal viel, aber hier sind die Straßen breit und lang und außerdem fährt man als "Alleinfahrer" erfahrungsgemäß eh mehr, als wenn man z.B. zu zweit unterwegs ist. Liegt u.a. daran das man nicht auf den anderen warten muss und man allein man meist auch weniger und kürzere Pausen unterwegs macht.


Mehr dann im täglichen Update am Abend

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Update:

Um 07.30 Uhr wurde der Anlasserknopf gedrückt. Die Strecke heute ist lang und naja, ihr kennt das ja schon, meine innere Uhr ist noch nicht "angekommen". Ich starte bei schattigen 15 Grad Celsius, welche sich bis ca. 11.00 Uhr halten, dann kommt die Sonne raus und es werden noch nette 25 Grad am Nachmittag.

Am Vormittag versuche ich mal wieder auf "Lachs-Fotojagd " zu gehen. Habe mich noch mal per Internet und Reiseführer informiert und halte genau an DEM Fluß (bin sogar von der Strasse aus runter geklettert) wo die Sockeye Lachse im Oktober wandern (sollen). Aber, Lachse lesen anscheinend keine Reiseführer und machen anscheinend was sie wollen: Null Lachse.

Nun ja, weiter durch nette Landschaften bis in die Stadt "Salmon Arm". (da gibt es aber auch keine Lachse, obwohl der Name Salmon =Lachs, eigentlich Programm sein müsste). Nach einer Mittagspasuse in Salmon Arms (bei Tim Horton, wo sonst :-) geht es weiter auf dem "Trans Canada Highway" in Richtung Osten in die Rocky Mountains. Die Berge werden jetzt Stunde um Stunde höher und auch die Bergspitzen sind nun mit Schnee bedeckt. Es sind auch am späten Nachmittag noch lauschige 25 Grad und die nun schon tief stehende Sonne strahlt wunderbar die gelbe Laubfärbung der (überwiegend vorhandenen) Birken an. Leider gibt es hier keine Ahorn Bäume die um diese Jahreszeit feuerrot sind. Einen einzigen Ahorn habe ich gesehen, der stand in einem Privatgarten und war wirklich feuerrot. Schön anzusehen. Ansonsten wirklich toller Tag, Abwechslungsreiche Strecken. Trotz 515 km Tagesstrecke fand ich es nicht langatmig oder ähnliches.

Gegen (eigentlich) 16.30 Uhr bin ich im vorgebuchten Hotel "Tyrol" in Radium Hot Springs angekommen. Warum eigentlich ? Nun, es ist hier schon 17.30 Uhr da ich eine Zeitzone näher an Deutschland bin. Ich habe innerhalb Kanada unbemerkt (Kanada hat sechs ! Zeitzonen) eine Zeitzone überschritten. Übrigens, das Hotel nebenan heißt "Alpen-Motel" und auf der anderen Straßenseite ist das Restaurant "Alt Salzburg" 😅

Am Schluss des Tages noch ein Besuch in der heissen Quelle nach dem der Ort benannt wurde. Kein Kanada Besuch ohne Bad in einer heissen Quelle ! In dieser Quelle wird hier seit 1890 gebadet. Das Bad selbst ist seit den 1950ern im dem heutigen Stil gehalten.
Schön 40 Grad heisses Wasser...wunderbar :-) Übrigens: nur 5 Euro Eintritt, genau wie z.B. die Eintrittsgebühr zur tollen Quelle in "Liard Hot Springs" die ich zusammen mit Olli in 2019 besucht hatte (den Bericht findet ihr in diesem Blog irgendwo in der Mitte).